Supervision in Bamberg mit Reiner Dietz

Der Begriff „Supervision“ kommt von lateinisch super und videre, etwas überschauen, etwas von oben ansehen. Supervision gibt Beratung, Reflexion, Hilfestellung bei beruflichen Themen für im sozialen / pädagogischen Bereich Tätige.

Formen der Supervision

Supervision – für Einzelpersonen, Gruppen und Teams – kann stattfinden als befristete Maßnahme mit definiertem Ziel – z.B. der Lösung eines Teamkonflikts oder der Entwicklung einer Perspektive, aber auch längerfristig zur regelmäßigen Fallbesprechung, zur Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen und zur Qualitätssicherung.

Vor Ort oder in meiner Praxis in Bamberg

Die Supervisionssitzungen können wahlweise in meinen Praxisräumen oder in Ihrer Einrichtung vor Ort stattfinden. Dauer und Häufigkeit der Sitzungen werden frei vereinbart.
Kosten

 


Supervision und Beziehung

 

Krankheiten der Seele sind Krankheiten der Beziehung
Martin Buber

 

Beziehungen können heilen

Wenn Bubers Satz stimmt – und davon gehe ich aus – dann bedeutet er, dass psychische Probleme in für die betroffenen Menschen „kränkenden“ Beziehungen entstehen und aufrecht erhalten werden. Er bedeutet aber auch, dass Menschen dazu neigen, ihre psychischen Probleme in Beziehungen zu rekonstruieren, d.h. diese so zu gestalten, dass sie für andere Beteiligte im weiten Sinne „kränkend“ werden können. Umgekehrt können kranke Seelen in gesunden Beziehungen heilen. Genau darin liegt ja der Ansatzpunkt für jede Therapie, in deren Mittelpunkt die therapeutische Beziehung steht: nicht nur Krankheit ist ansteckend, sondern ebenso Gesundheit – gesunde Seelen leben in gesunden Beziehungen.

Therapeutische Beziehungen

Als Psychotherapeuten werden wir dafür bezahlt, Beziehungen so zu gestalten, dass alle Beteiligten nur die Wahl haben, zu gesunden – oder zu gehen. Deshalb ist unser Beruf so brisant: gelingt es uns, unter manchmal schwierigen Bedingungen, „ansteckend gesund“ zu sein und zu bleiben, machen wir immer wieder Erfahrungen, die unser ganzes Leben sehr bereichern und vertiefen. Gelingt es uns, zumindest zeitweise, nicht oder nicht im nötigen Umfang, leidet nicht nur unsere berufliche Qualifikation und Motivation, sondern spüren wir die oft erheblichen Auswirkungen bis weit in unser Privatleben hinein.

Das Potential von Fehlern

Es liegt in der Natur unserer Tätigkeit, dass wir Fehler machen. Sie sind sogar eine wichtige treibende und orientierende Kraft einer therapeutischen Beziehung: manchmal muss man zu weit gehen oder nicht weit genug gehen, kränken oder zulassen, dass man gekränkt wird, sich ausnutzen lassen oder zu wenig Unterstützung anbieten; zuweilen kann man das Richtige erst erkennen, wenn man das nicht Hilfreiche getan hat. Entscheidend ist aber ein Sensorium, mit dessen Hilfe man frühzeitig erkennt, wann man sich in eine falsche Richtung bewegt. Man kann sich das vorstellen wie bei einem Instrument: je sauberer und klarer es gestimmt ist, desto sensibler ist man für Missklänge und desto stärker ist das Bedürfnis und die Fähigkeit, sie zu vermeiden oder zu korrigieren. Eine regelmäßige „Stimmung“ ist unerlässlich. Dann bleibt man ansteckend gesund, weil man sich seine innere Beweglichkeit, seine Erreichbarkeit, seine Lebensfreude erhält und nicht in einer Rolle erstarrt.

Herausforderungen

Wer die Materie kennt, weiß, dass das nicht immer einfach ist. Die Herausforderungen ändern sich (hoffentlich!) mit zunehmender Berufserfahrung; sie differenzieren sich und werden subtiler, aber sie verschwinden nie, und das ist auch gut so: wir sind immer gezwungen, aufmerksam zu sein und gut für uns selbst zu sorgen. Eine Hilfe dazu möchte ich mit meinen Supervisionssitzungen geben. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, treffe ich Sie gerne zum persönlichen Informationsgespräch.


Siehe auch „Fortbildung / Therapeutische Beziehungen“

  • 10th Mrz, 2015